Auszahlungen sind der Punkt, an dem die Buchhaltung auf den Bankauszug trifft. Wer hier sauber arbeitet, hat am Monatsende eine einzige Zahl zu prüfen. Wer es nicht tut, sucht Cent-Differenzen zwischen Mollie-Report und Kontoauszug.
- Eine Mollie-Auszahlung ist keine Einnahme, sondern eine Umbuchung zwischen zwei eigenen Konten.
- Gebucht wird über das Mollie-Verrechnungskonto gegen Bank, bei zeitlichem Versatz über Geldtransit (SKR04 1469, SKR03 1360).
- Stimmt alles, ist der Saldo des Verrechnungskontos nach der letzten Auszahlung eines Monats nahe null.
- Der Settlement-Report von Mollie ist der Beleg für die Auszahlung und gehört zu den aufbewahrungspflichtigen Unterlagen.
Was ein Settlement ist
Mollie sammelt deine Zahlungen und überweist sie gebündelt, je nach Einstellung täglich, wöchentlich oder monatlich. Diese Bündelung heißt Settlement. Ein Settlement enthält die Zahlungen eines Zeitraums abzüglich Gebühren, Rückerstattungen, Chargebacks und eventueller Einbehalte.
Der Betrag auf dem Bankauszug entspricht also fast nie der Summe der Kundenzahlungen. Genau deshalb braucht es ein Verrechnungskonto dazwischen.
Die Buchung
Im einfachsten Fall, Auszahlung geht am selben Tag ein:
| Vorgang | Soll | Haben | Betrag |
|---|---|---|---|
| Auszahlung Mollie an Bank | 1800 Bank | 1809 Mollie-Verrechnung | 4.812,40 € |
| Alternativ bei Versatz, Tag 1 | 1469 Geldtransit | 1809 Mollie-Verrechnung | 4.812,40 € |
| Alternativ bei Versatz, Tag 2 | 1800 Bank | 1469 Geldtransit | 4.812,40 € |
Wann du Geldtransit brauchst
Mollie bucht das Settlement an einem Tag aus, deine Bank schreibt es am nächsten gut. Läuft die Auszahlung über einen Monatswechsel, entsteht ohne Zwischenkonto eine Lücke: Das Geld ist weder auf dem Verrechnungskonto noch auf der Bank.
Das Geldtransitkonto schließt genau diese Lücke. Es ist kurzfristig bestückt und am Stichtag ehrlich: Da liegt Geld, das unterwegs ist.
Die Monatsabstimmung in drei Zahlen
Am Monatsende brauchst du nur drei Werte, um zu wissen, ob alles stimmt:
- Summe der gebuchten Erlöse brutto, verglichen mit der Summe der Mollie-Zahlungen im Zeitraum.
- Summe der gebuchten Gebühren, verglichen mit den Gebühren aus den Settlement-Reports.
- Saldo des Verrechnungskontos nach der letzten Auszahlung. Er sollte nur noch die Zahlungen enthalten, die Mollie noch nicht ausgezahlt hat.
Wenn diese drei Zahlen passen, passt der Monat. Alles andere ist Kosmetik.
Häufige Fragen
Muss ich jede Auszahlung einzeln buchen?
Ja, je Settlement eine Buchung. Nur dann lässt sich eine Buchung direkt einer Zeile auf dem Bankauszug zuordnen, und genau das erwartet die Kanzlei beim Kontenabgleich.
Was mache ich mit Einbehalten (Reserves)?
Einbehalte bleiben auf dem Verrechnungskonto stehen, bis Mollie sie freigibt. Sie sind kein Aufwand, sondern gebundenes eigenes Geld, und tauchen deshalb nur als Saldo auf, nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung.
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