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Mollie und DATEV verbinden: der komplette Guide

Stand: Juli 2026 · Meridian, Hamburg

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Warum der DATEV-Export aus dem Mollie-Dashboard nicht reichtDie drei Buchungsstapel, die deine Kanzlei wirklich brauchtMollie-Gebühren richtig buchen: 6855 mit BU 506OSS: digitale Leistungen nach Kartenland aufteilenBelege automatisch an die Buchung: GUID-BeleglinkDer automatische Weg

Mollie ist einer der beliebtesten Zahlungsdienstleister in Europa. Aber zwischen einer Mollie-Zahlung und einer sauberen DATEV-Buchhaltung liegt mehr Arbeit, als die meisten erwarten. Dieser Guide erklärt, was fachlich nötig ist, damit deine Kanzlei am Monatsende einfach importieren kann, statt abzutippen.

Warum der DATEV-Export aus dem Mollie-Dashboard nicht reicht

Mollie bietet im Dashboard einen kostenlosen DATEV-Export an. Der klingt nach Lösung, ist aber nur ein Zahlungsbericht: Alle Kundenzahlungen laufen gegen einen einzigen Sammel-Debitor, Gebühren erscheinen pauschal, Auszahlungen als Umbuchung. Es fehlen Erlöskonten, Umsatzsteuer, OSS-Aufteilung, Rechnungen und Belege.

Mollie schreibt selbst in der Dokumentation, dass du weitere Datenquellen brauchst, um die Buchhaltung zu vervollständigen. Genau diese fehlende Hälfte, die Erlösseite, ist der eigentliche Aufwand.

Die drei Buchungsstapel, die deine Kanzlei wirklich braucht

Sauber gelöst besteht ein Mollie-Monat aus drei EXTF-Buchungsstapeln, die zusammen ein rundes Bild ergeben:

  • Erlöse: jede Zahlung auf das richtige Erlöskonto, mit Steuersplit nach Inland (19 %), EU-OSS und Drittland und einer Rechnungsnummer im Belegfeld.
  • Zahlungen: der Geldfluss über das Mollie-Verrechnungskonto, inklusive der einbehaltenen Mollie-Gebühren pro Zahlung.
  • Auszahlungen: die Payouts von Mollie auf dein Bankkonto als Geldtransit, damit der Bankauszug glatt aufgeht.

Mollie-Gebühren richtig buchen: 6855 mit BU 506

Mollie-Gebühren gehören im SKR04 auf Konto 6855, Nebenkosten des Geldverkehrs. Weil die Mollie B.V. in den Niederlanden sitzt, greift Reverse Charge nach § 13b UStG: Du schuldest die Umsatzsteuer auf die Gebühr selbst und ziehst sie gleichzeitig als Vorsteuer. In DATEV wird das mit BU-Schlüssel 506 abgebildet.

Wichtig ist die Buchung pro Zahlung statt als Monatspauschale: Nur dann stimmen Verrechnungskonto und Settlement-Report überein und deine Kanzlei kann jede Position nachvollziehen.

OSS: digitale Leistungen nach Kartenland aufteilen

Verkaufst du digitale Leistungen an Privatkunden in der EU, gilt die Umsatzsteuer des Kundenlandes, gemeldet über das One-Stop-Shop-Verfahren. Ohne Lieferadresse zählt als Ortsnachweis unter anderem das Land der kartenausgebenden Bank (Art. 24b MwSt-Durchführungsverordnung). Details dazu im eigenen Guide zum Kartenland-Nachweis.

Im Buchungsstapel heißt das: EU-Umsätze mit BU-Schlüssel 240 und EU-Land plus Steuersatz in den Spalten AN und AO, Inland und Drittland getrennt ausgewiesen.

Belege automatisch an die Buchung: GUID-Beleglink

Der letzte Schritt entscheidet über den Alltag deiner Kanzlei: Hängt an jeder Buchung der passende Beleg? DATEV kann Buchungen beim Import automatisch mit PDFs verknüpfen, wenn der Stapel pro Zeile einen Beleglink (eine GUID) trägt und die Belege per Belegtransfer mit einer document.xml hochgeladen werden.

Ist das eingerichtet, entfällt das manuelle Anheften komplett, bei jedem einzelnen Beleg.

Der automatische Weg

Du kannst all das von Hand aufsetzen: Export, Konvertierung, Steuerlogik, Rechnungsstellung, Beleg-Upload. Oder du verbindest dein Mollie-Konto mit Meridian: Die Software importiert deine komplette Zahlungshistorie, erstellt die drei Stapel, generiert Rechnungen nach § 14 UStG samt Gutschriften und verknüpft jeden Beleg per GUID. 99,99 € netto im Monat, unbegrenzte Accounts, 14 Tage kostenlos.

Häufige Fragen

Brauche ich ein Shopsystem, um Mollie-Zahlungen in DATEV zu buchen?

Nein. Die üblichen Schnittstellen setzen eines voraus, weil sie Rechnungen aus dem Shop abgleichen. Wer direkt über Mollie verkauft, per Checkout, Payment Link oder API, braucht eine Lösung, die die Erlösseite direkt aus den Mollie-Daten baut.

Welches Konto für Mollie-Gebühren im SKR03?

Im SKR03 ist das Pendant zu 6855 das Konto 4970, Nebenkosten des Geldverkehrs, ebenfalls mit Reverse Charge nach § 13b UStG.

Automatisch statt von Hand

Meridian erledigt all das aus deinen Mollie-Daten: 99,99 € netto im Monat, unbegrenzte Accounts, 14 Tage kostenlos.

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