Bevor man Software kauft, sollte man wissen, ob es auch ohne geht. Diese Seite nimmt den Mollie-Export ernst und zeigt, was er leistet, wo er endet und ab wann der manuelle Weg teurer wird als eine Schnittstelle.
- Mollie liefert Zahlungs-, Settlement- und Rechnungsexporte als CSV, dazu einen fertigen DATEV-Zahlungsbericht.
- Enthalten sind Betrag, Methode, Status, Gebühr und teils das Kartenland. Nicht enthalten sind Erlöskonten, Steuersätze, OSS-Zuordnung und Belege.
- Bis etwa 50 Zahlungen im Monat ist Handarbeit vertretbar. Darüber steigt der Aufwand linear, das Fehlerrisiko überproportional.
- Der teuerste Posten ist selten die Software, sondern die Nacharbeit in der Kanzlei.
Welche Exporte es gibt
Im Mollie-Dashboard findest du unter den Berichten mehrere Ausgaben: einen Zahlungsexport mit einer Zeile je Transaktion, einen Settlement-Report je Auszahlung und die Rechnungen, die Mollie dir über seine Gebühren stellt. Dazu kommt der DATEV-Zahlungsbericht, den Mollie als fertiges Format anbietet.
Für die Umsatzsteuervoranmeldung ist der Settlement-Report das Wichtigste, denn er ist der Beleg für den Geldeingang. Für die Erlösseite ist er wertlos.
Was in keinem Export steht
Ein Zahlungsdienstleister kennt den Zahlungsvorgang, nicht das Geschäft dahinter. Deshalb fehlen systematisch:
- Das Erlöskonto: Mollie weiß nicht, ob du eine Software-Lizenz, eine Beratung oder Ware verkauft hast.
- Der Steuersatz und das Bestimmungsland als Buchungsmerkmal, also die Grundlage für OSS.
- Eine Rechnung an deinen Kunden nach § 14 UStG, mit fortlaufender Nummer und Steuerausweis.
- Die Verknüpfung von Buchung und Beleg, die deine Kanzlei beim Import erwartet.
Wann sich Handarbeit noch lohnt
Rechne ehrlich. Für eine saubere Monatsbuchhaltung aus CSV-Dateien brauchst du: Export ziehen, Zahlungen den Erlösen zuordnen, Steuersätze setzen, Rechnungen erzeugen, Gebühren buchen, Auszahlungen abstimmen, Belege ablegen.
| Zahlungen im Monat | Aufwand manuell | Typische Fehlerquelle |
|---|---|---|
| bis 50 | 1 bis 2 Stunden | vergessene Gebührenbuchung |
| 50 bis 500 | halber bis ganzer Tag | falsches Bestimmungsland bei EU-Umsätzen |
| 500 bis 5.000 | mehrere Tage | Verrechnungskonto geht nicht auf |
| über 5.000 | nicht mehr sinnvoll | Korrekturbuchungen in der Kanzlei |
Das ehrliche Fazit
Wer wenige Zahlungen im Monat hat, nur im Inland verkauft und ohnehin Rechnungen aus einem anderen System stellt, kommt mit Bordmitteln aus. Sobald EU-Privatkunden, viele Transaktionen oder Rückerstattungen dazukommen, kippt die Rechnung.
Meridian setzt genau an dieser Stelle an: Es baut aus den Mollie-Daten die Seite, die im Export fehlt, und zwar zu einem Preis, der nicht mit deinem Umsatz wächst.
Häufige Fragen
Kann ich den Mollie-DATEV-Bericht direkt importieren?
Technisch ja, er ist ein gültiges Format. Fachlich bekommst du damit nur die Zahlungsseite. Erlöse, Umsatzsteuer und Belege musst du weiterhin selbst beisteuern.
Reicht ein Rechnungstool zusätzlich zum Mollie-Export?
Oft ja, wenn es die Rechnungen mit den richtigen Steuersätzen stellt und du beide Seiten zusammenführst. Der Abgleich zwischen Rechnungsnummern und Mollie-Zahlungen bleibt dann deine Aufgabe.
Meridian erledigt all das aus deinen Mollie-Daten: 99,99 € netto im Monat, unbegrenzte Accounts, 14 Tage kostenlos.