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SKR03 oder SKR04: Konten für Zahlungsdienstleister im E-Commerce

Stand: Juli 2026 · Meridian, Hamburg

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Der Unterschied in einem AbsatzDie Konten, die ein Zahlungsdienstleister brauchtEin Verrechnungskonto je AnbieterErlöse nach Steuer trennen, nicht nach ProduktHäufige Fragen

SKR03 und SKR04 sind die beiden Standardkontenrahmen von DATEV. Welcher gilt, entscheidet deine Kanzlei, nicht du. Was du wissen solltest: welche Konten ein Zahlungsdienstleister braucht und warum es sich lohnt, je Anbieter ein eigenes zu führen.

Kurz gesagt
  • SKR04 ist nach Bilanzgliederung sortiert und im Mittelstand verbreiteter, SKR03 nach Prozessen und historisch älter.
  • Für jeden Zahlungsdienstleister brauchst du mindestens ein Verrechnungskonto und ein Gebührenkonto.
  • Ein eigenes Verrechnungskonto je Anbieter macht die Abstimmung trivial, ein gemeinsames macht sie unmöglich.
  • Erlöskonten werden nach Steuersatz und Bestimmungsland getrennt, nicht nach Produkt.

Der Unterschied in einem Absatz

SKR04 folgt der Gliederung der Bilanz: Aktiva, Passiva, Erträge, Aufwendungen. SKR03 folgt dem Betriebsablauf. Fachlich ist beides gleichwertig, die Zuordnung der Nummern ist nur anders.

Für dich als Unternehmer ist relevant, dass jede Kontonummer in einem Gespräch eindeutig sein muss. Sag also nie nur die Nummer, sondern immer den Kontenrahmen dazu.

Die Konten, die ein Zahlungsdienstleister braucht

Diese Liste deckt ein Mollie-Setup vollständig ab. Die Nummern sind Vorschläge aus der Praxis, deine Kanzlei kann abweichen, insbesondere bei den frei belegbaren Verrechnungskonten.

ZweckSKR04SKR03Warum
Verrechnungskonto Molliefrei, z. B. 1465frei, z. B. 1365der Kontenrahmen gibt hier nichts vor
Geldtransit14601360für Auszahlungen über den Monatswechsel
Bank18001200der tatsächliche Zahlungseingang
Gebühren Zahlungsverkehr68554970Aufwand, mit Reverse Charge
Erlöse Inland 19 %44008400Standardsatz
Erlöse Inland 7 %43008300ermäßigter Satz
Erlöse EU B2C (OSS)43208330Steuer des Bestimmungslandes
Erlöse EU B2B43368336steuerfrei, Reverse Charge
Erlöse Drittland43388338nicht steuerbar
Kontenvorschlag für ein Mollie-Setup

Ein Verrechnungskonto je Anbieter

Die Versuchung ist groß, alle Zahlungsdienstleister über ein Konto laufen zu lassen. Es spart eine Kontonummer und kostet die wichtigste Kontrolle, die du hast.

Mit getrennten Konten kannst du je Anbieter fragen: Ist der Saldo nach der letzten Auszahlung plausibel? Mit einem Sammelkonto vermischen sich drei Anbieter mit drei Auszahlungsrhythmen, und die Antwort lautet immer vielleicht.

Erlöse nach Steuer trennen, nicht nach Produkt

Für die Umsatzsteuervoranmeldung zählt der Steuersatz und der Ort, nicht das Produkt. Wer Erlöse nach Produktlinien aufteilt, aber alle Steuersätze in einen Topf wirft, hat für die Meldung nichts gewonnen.

Wenn du Auswertungen nach Produkt brauchst, ist das eine Aufgabe für Kostenstellen oder für dein eigenes Dashboard, nicht für den Kontenrahmen.

Häufige Fragen

Kann ich den Kontenrahmen wechseln?

Technisch ja, sinnvollerweise nur zum Wirtschaftsjahreswechsel und in Absprache mit der Kanzlei. Der Aufwand ist erheblich, der Nutzen selten.

Was, wenn meine Kanzlei einen eigenen Kontenrahmen nutzt?

Das ist verbreitet. Meridian erlaubt, jedes einzelne Konto pro Firma zu überschreiben, damit der Export zur vorhandenen Systematik passt und nicht umgekehrt.

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