Ein EXTF-Stapel scheitert selten an den Buchungen selbst, sondern an Kopfzeile, Dateiname oder Reihenfolge. DATEV meldet das mit Codes wie REW04506 oder REW10152, die ohne Erklärung wenig sagen. Hier stehen die häufigsten Meldungen mit Ursache und Lösung, jeweils belegt mit dem passenden Dokument aus der DATEV-Hilfe.
- Keine Daten vorhanden (REW04506) heißt fast immer: Berater, Mandant, Wirtschaftsjahr oder Stapeldatum passen nicht, die Kopfzeile fehlt, der Dateiname beginnt nicht mit EXTF_ oder die Datei steckt noch im ZIP.
- Eine in Excel gespeicherte Datei hat meist eine kaputte Kopfzeile. Lösung: neu exportieren oder über den ASCII-Import ab Zeile 2 einlesen.
- Ist die Sachkontenlänge in der Datei größer als im Mandanten, bricht der Import ab (REW10152); ist sie kleiner, füllt DATEV Konten rechts mit Nullen auf (REW10153).
- Belege hängen nur dann an den Buchungen, wenn das Belegpaket vor dem Stapel importiert wurde.
Welche DATEV-Importfehler sind bei EXTF-Stapeln am häufigsten?
Die häufigsten Fehler betreffen die Ordnungsbegriffe in der Kopfzeile, den Dateinamen und das Belegdatum. Die Tabelle fasst sie zusammen, die Abschnitte darunter erklären die Lösung im Detail. Stand Oktober 2026, nach den Dokumenten der DATEV-Hilfe.
| Meldung | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| REW04506, Keine Daten vorhanden | Ordnungsbegriffe passen nicht, Kopfzeile fehlt, falscher Dateiname, Datei gezippt oder geöffnet, falscher Pfad | Ordnungsbegriffe ändern, Datei neu exportieren, entpacken, schließen |
| Kopfzeile beschädigt | Datei in Excel bearbeitet und gespeichert | neu exportieren oder ASCII-Import ab Zeile 2 |
| REW10152 | Sachkontenlänge in der Datei größer als im Mandanten | im Ursprungsprogramm korrigieren und neu exportieren |
| REW10153 | Sachkontenlänge in der Datei kleiner als im Mandanten | Konten werden rechts mit Nullen aufgefüllt; meist Sachkontenlänge im Export anpassen |
| REW00314 | Belegdatum vor dem Beginn des Wirtschaftsjahres | Wirtschaftsjahr in der Kopfzeile oder Belegdatum korrigieren |
| Belegdatum nicht im Wirtschaftsjahr | Import über DATEV Unternehmen online mit falschem Zeitraum | Import stornieren, korrigieren, neu senden |
| REW92177 | leeres Kontofeld, DATEV übernimmt das Konto der Vorzeile | Konto in jeder Zeile füllen |
| REW92178 | führende Nullen in Belegfeld 1 oder 2 werden abgeschnitten | Nummern ohne führende Nullen oder Einstellung mit der Kanzlei prüfen |
| REW92185 | Generalumkehr mit altem Berichtigungsschlüssel | Hinweis; DATEV setzt das Generalumkehr-Kennzeichen selbst |
Keine Daten vorhanden: die sieben Ursachen
Die Meldung Keine Daten vorhanden, Code REW04506, bedeutet, dass die Stapelverarbeitung im gewählten Verzeichnis nichts findet, was sie diesem Mandanten zuordnen kann. Laut DATEV-Hilfe gibt es dafür sieben Gründe:
- Falscher Datenpfad: Im Quellverzeichnis liegt die Datei nicht.
- Falsche Ordnungsbegriffe: Beraternummer, Mandantennummer, Wirtschaftsjahr oder Stapeldatum passen nicht zum Bestand. Über Alle anzeigen und Zusatzfunktionen, Ändern lassen sie sich anpassen.
- Fehlende Kopfzeile: In Zelle A1 muss EXTF oder DTVF stehen. Steht dort der Feldname Umsatz (ohne Soll/Haben-Kz), fehlt die Kopfzeile.
- Falscher Dateiname: Er muss mit EXTF_ beginnen und auf .csv enden.
- Die Datei steckt noch in einem ZIP.
- Die Datei wurde mit einer höheren Programmversion erzeugt, als in der Kanzlei installiert ist.
- Die Datei ist noch in einem anderen Programm geöffnet.
Meridian liefert die Stapel in einem ZIP aus. Entpacke das Paket, bevor die Kanzlei die Stapel importiert; nur das Belegpaket in 02_Belege bleibt gezippt.
Datei in Excel gespeichert: die Kopfzeile ist kaputt
Wer eine EXTF-Datei in Excel öffnet und speichert, zerstört laut DATEV-Hilfe die Kopfzeile, und die Stapelverarbeitung zeigt danach Keine Daten vorhanden. Excel ändert beim Speichern Zahlenformate, Anführungszeichen und oft die Zeichenkodierung.
Die sauberste Lösung ist ein neuer Export aus dem Ursprungsprogramm. Geht das nicht, beschreibt DATEV einen Ausweg über den ASCII-Import: Bestand, Importieren, ASCII-Daten, die Rückfrage REW90633 mit Nein beantworten, Import ab Zeile 2 einstellen und verarbeiten. Dabei geht die Kopfzeile verloren, die Ordnungsbegriffe kommen dann aus dem Mandanten.
REW10152 und REW10153: die Sachkontenlänge passt nicht
Feld 14 der Kopfzeile nennt die Sachkontenlänge, und sie muss zum Mandanten passen. Ist sie in der Datei größer als im Mandanten, meldet DATEV REW10152 als Fehler; korrigiert wird im Programm, das die Datei erzeugt hat.
Ist sie kleiner, meldet DATEV REW10153 und verlängert die Kontonummern, indem rechts Nullen angehängt werden. Bei einem Mandanten mit fünfstelligen Sachkonten wird so aus 4400 das Konto 44000. Der Import läuft dann zwar, aber die Buchungen landen auf Konten, die du vermutlich nicht meinst. Frag die Sachkontenlänge deshalb einmal bei der Kanzlei ab und stelle den Export darauf ein.
Belegdatum außerhalb des Wirtschaftsjahres
Feld 10 trägt nur Tag und Monat, das Jahr leitet DATEV aus dem Wirtschaftsjahresbeginn in Feld 13 der Kopfzeile ab. Liegt ein Belegdatum vor diesem Beginn, meldet DATEV Rechnungswesen REW00314.
Beim Import über DATEV Unternehmen online erscheint im Importprotokoll die Meldung, dass das Belegdatum nicht im Wirtschaftsjahr liegt. Dort storniert man den Import, korrigiert die Datei und sendet sie neu. Typischer Auslöser: ein Stapel für Dezember, der mit dem Wirtschaftsjahr des Folgejahres exportiert wurde.
Fehler in einzelnen Feldern
Viele Hinweise im Importprotokoll gehen auf einzelne Felder zurück. Die Regeln dafür stehen in der Feldbeschreibung von DATEV:
- Umsatz in Feld 1 muss positiv sein und darf nicht 0,00 betragen.
- Belegfeld 1 erlaubt bis zu 36 Zeichen, als Sonderzeichen nur $ & % * + - /. Leerzeichen, Umlaute, Punkt, Komma, Semikolon und Doppelpunkt sind nicht erlaubt.
- Personenkonten dürfen nur eine Stelle länger sein als die Sachkontenlänge, also bei vierstelligen Sachkonten fünfstellig.
- Leistungsdatum in Feld 115 nur zusammen mit Feld 116.
- Beleginfo Art und Inhalt immer paarweise füllen.
- Fehlt in einer Zeile das Konto, übernimmt DATEV das Konto der Vorzeile und meldet REW92177. Das ist fast nie gewollt.
- Eine Generalumkehr mit Berichtigungsschlüssel wie 20 setzt DATEV seit Version 7.1 aus dem Sommer 2018 auf das Kennzeichen G um und meldet REW92185.
Wo du das Importprotokoll findest und was du mit Fehlern machst
In DATEV Rechnungswesen steht das Protokoll unter Bestand, Importieren, Importprotokoll. Beim Import kannst du wählen, ob nur korrekte Buchungssätze übernommen werden oder auch solche mit Fehlern und Hinweisen; die fehlerhaften korrigierst du danach in Belege buchen.
Bereits festgeschriebene Stapel bleiben nach dem Import festgeschrieben, und Stapel ohne konkretes Festschreibekennzeichen schreibt DATEV automatisch fest. Für Korrekturen danach braucht es Gegenbuchungen oder das Recht, die Festschreibung aufzuheben. Deshalb lohnt der Blick ins Protokoll, bevor du festschreibst.
Die Belege hängen nicht an den Buchungen
Wenn die Buchungen ankommen, die Belege aber fehlen, war fast immer die Reihenfolge falsch: Das Belegpaket muss vor dem Stapel importiert werden. Das Belegpaket geht unverändert per DATEV Belegtransfer nach DATEV Unternehmen online, erst danach liest die Kanzlei den Stapel in Rechnungswesen ein.
Auch das ZIP selbst kann scheitern. DATEV nennt dafür feste Grenzen: nicht entpacken, kein ZIP im ZIP und keine Unterordner, höchstens 20 MB je Datei, 5.000 Dokumente einschließlich XML, höchstens 476 MB, empfohlen sind bis 100 MB, kein Passwort. Den Status zeigt das Importprotokoll in DATEV Unternehmen online unter Belege, Protokolle: Abgeschlossen, Hinweise oder Fehlerhaft. Ein Import lässt sich dort bis zu 200 Tage zurück stornieren, solange die Daten nicht festgeschrieben sind.
Wie Beleglink und document.xml zusammenspielen, erklärt der Guide Belegtransfer und Beleglink.
Automatisch mit Meridian
Meridian prüft die Ursachen, die sich vor dem Export prüfen lassen: Ohne Beraternummer, Mandantennummer und Pflichtkonten gibt es keinen Export, Belegfeld 1 wird auf die erlaubten Zeichen und 36 Stellen gekürzt, jede Zeile trägt Konto und Gegenkonto, und das Festschreibekennzeichen steht auf 0, damit die Kanzlei vor dem Festschreiben prüfen kann. Die Dateinamen beginnen mit EXTF_, und die LIESMICH-Datei nennt die Importreihenfolge.
Was Meridian nicht prüfen kann, ist der Mandant auf der anderen Seite: ob Sachkontenlänge und Wirtschaftsjahr in deinen Einstellungen zu dem passen, was die Kanzlei angelegt hat. Das klärst du einmal beim ersten Export, die Einstellungen dazu zeigt etwa die Seite PayPal mit DATEV verbinden. Den Aufbau der Datei Feld für Feld zeigt der Guide DATEV-Buchungsstapel EXTF.
Häufige Fragen
Was bedeutet Keine Daten vorhanden beim DATEV-Import?
Die Stapelverarbeitung findet nichts, was sie dem Mandanten zuordnen kann. Meist passen Berater, Mandant, Wirtschaftsjahr oder Stapeldatum nicht, die Kopfzeile fehlt, der Dateiname beginnt nicht mit EXTF_ oder die Datei ist noch gezippt.
Kann ich eine EXTF-Datei in Excel korrigieren?
Besser nicht. Laut DATEV beschädigt Excel beim Speichern die Kopfzeile. Exportiere neu oder nutze den ASCII-Import ab Zeile 2.
Warum stehen meine Buchungen auf Konto 44000 statt 4400?
Die Sachkontenlänge in der Datei ist kleiner als im Mandanten. DATEV füllt die Kontonummern dann rechts mit Nullen auf und meldet REW10153. Stell den Export auf die Sachkontenlänge des Mandanten ein.
Warum fehlen die Belege nach dem Import?
Meist wurde der Stapel vor dem Belegpaket importiert. Erst das ZIP per Belegtransfer hochladen, im Importprotokoll prüfen, dann den Stapel einlesen.
Quellen
- DATEV-Hilfe 1044208, REW04506 Keine Daten vorhanden
- DATEV-Hilfe 9211450, Daten in die Stapelverarbeitung importieren
- DATEV-Hilfe 9211447, Stapel mit Daten im DATEV-Format verarbeiten
- DATEV-Hilfe 1044858, REW10152
- DATEV-Hilfe 1044859, REW10153
- DATEV-Hilfe 1051209, REW00314
- DATEV-Hilfe 1049093, Belegdatum nicht im Wirtschaftsjahr
- DATEV-Hilfe 1003889, REW92177
- DATEV-Hilfe 1003888, REW92178
- DATEV-Hilfe 1004958, REW92185
- DATEV-Hilfe 1005516, Buchungsdaten mit integriertem Beleglink übernehmen
- DATEV Developer Portal, DATEV-Format: Buchungsstapel
Meridian erledigt all das automatisch, direkt aus Mollie, Stripe, PayPal und CoinGate: 99,99 € netto im Monat, unbegrenzte Accounts, 14 Tage kostenlos.