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Stripe-Berichte für die Buchhaltung: welcher Export, welche Spalten

Stand: Oktober 2026 · Meridian, Hamburg

Auf dieser Seite
Welche Stripe-Berichte brauchst du für die Buchhaltung?Welche Spalten du brauchstVon der Berichtskategorie zur BuchungSteuerexporte aus Stripe TaxWas die Stripe-Berichte nicht liefernAutomatisch mit MeridianHäufige Fragen

Stripe liefert keine fertigen Buchungssätze, aber sehr gute Rohdaten. Wer weiß, welchen Bericht er holt und welche Spalten er zuschaltet, kann einen Stripe-Monat vollständig daraus buchen. Diese Seite ist die Landkarte: welcher Bericht wofür, welche Spalten, und welche Berichtskategorie auf welches Konto gehört.

Kurz gesagt
  • Für die Buchhaltung brauchst du vor allem zwei Berichte: den Saldobericht, den Stripe selbst mit einem Kontoauszug vergleicht, und den Bericht zur Auszahlungsabstimmung, der jede Bewegung ihrer Auszahlung zuordnet.
  • Jede Zeile trägt eine reporting_category wie charge, refund, dispute, fee oder payout; daraus ergibt sich das Konto.
  • Für den Steuerfall schaltest du optionale Spalten zu, etwa card_country, customer_address_country, invoice_number und payment_metadata.
  • Stripe Tax hat eigene Steuerexporte unter Steuern, Standorte; der detaillierte OSS-Export enthält auch Inlandsumsätze, die du herausfiltern musst.

Welche Stripe-Berichte brauchst du für die Buchhaltung?

Für die Buchhaltung brauchst du den Saldobericht für die Monatsbewegung und den Bericht zur Auszahlungsabstimmung für den Bankabgleich, bei Stripe Tax zusätzlich die Steuerexporte. Die Gebührenrechnung kommt nicht aus einem Bericht, sondern aus den Dokumenten im Dashboard.

BerichtOrt im DashboardWofürHinweis
Saldobericht (Balance summary)Berichte, Saldoalle Bewegungen des Monats, Anfangs- und EndsaldoAbschnitte Saldenübersicht, Saldoänderung aus Aktivität, Auszahlungen
Auszahlungsabstimmung (Payout reconciliation)Berichte, Abstimmungwelche Bewegung in welcher Auszahlung stecktnur bei automatischen Auszahlungen
Steuerexporte von Stripe TaxSteuern, StandorteUmsätze nach Land und Steuersatznur mit Stripe Tax
Steuerrechnung für GebührenEinstellungen, DokumenteBeleg für die Gebührenlaut Stripe bis zum 10. des Folgemonats, keine E-Rechnung
Stripe-Berichte und ihr Zweck, Stand Oktober 2026

Welche Spalten du brauchst

Die detaillierten Fassungen der Berichte haben laut Stripe als Standard die Spalten balance_transaction_id, created, available_on, currency, gross, fee, net, reporting_category und description, in der Auszahlungsabstimmung zusätzlich automatic_payout_id und automatic_payout_effective_at. Für die Buchhaltung reicht das nicht ganz, denn daraus geht weder der Kunde noch das Land hervor.

  • source_id, charge_id oder payment_intent_id: die Stripe-Kennung, über die du Erstattungen und Disputes der ursprünglichen Zahlung zuordnest.
  • card_country und customer_address_country: Grundlage für den Ortsnachweis bei EU-Privatkunden.
  • invoice_id und invoice_number: wenn du Stripe Billing nutzt, die Verbindung zur Rechnung.
  • customer_facing_amount und customer_facing_currency: was der Kunde in seiner Währung bezahlt hat.
  • payment_method_type: Karte, SEPA, Wallet; hilfreich für die Gebührenprüfung.
  • payment_metadata[key]: eigene Felder aus deinem Checkout, etwa ein Steuersatz oder eine Bestellnummer.
  • created_utc und available_on_utc: wenn dein Dashboard in einer anderen Zeitzone läuft als deine Buchhaltung.

Von der Berichtskategorie zur Buchung

Jede Zeile trägt eine reporting_category, und daraus folgt das Gegenkonto zum Stripe-Guthaben. Die Spalte fee steht dabei getrennt neben gross: Den Bruttobetrag buchst du auf die Kategorie, die Gebühr auf das Gebührenkonto.

reporting_categoryBedeutung laut StripeÜbliche Buchung
chargeZahlungen per Karte und anderen ZahlungsmittelnStripe-Verrechnung an Debitor oder Erlös, Gebühr an 6855
refundErstattungen an KundenDebitor an Stripe-Verrechnung, Erlös per Generalumkehr korrigieren
disputestrittiger Betrag abgezogensiehe Guide zu Rückbelastungen
dispute_reversalgewonnener Dispute, Betrag zurückUmsatz wieder versteuern, mit Kanzlei klären
feeGebühren für Stripe-Software und Dienste wie Radar oder Billing6855 an Stripe-Verrechnung, Reverse-Charge-Schlüssel
payoutAuszahlungen auf dein Bankkonto1460 Geldtransit an Stripe-Verrechnung
payout_reversalzurückgekommene AuszahlungStripe-Verrechnung an 1460
currency_conversionAnpassung durch WährungsumrechnungKursdifferenz, mit Kanzlei klären
other_adjustmentsonstige AnpassungenInterimskonto, einzeln klären
Berichtskategorien laut Stripe und ihre übliche Buchung, SKR04

Daneben gibt es seltene Kategorien wie charge_failure, refund_failure, partial_capture_reversal, risk_reserved_funds oder topup. Alles, was du nicht eindeutig zuordnen kannst, gehört auf ein Interimskonto.

Steuerexporte aus Stripe Tax

Nutzt du Stripe Tax, findest du detaillierte und zusammengefasste Steuerexporte unter Steuern, Standorte. Stripe empfiehlt für Meldungen je Land und für den OSS die zusammengefassten Exporte. Der detaillierte OSS-Export enthält laut Stripe auch Inlandsumsätze; die musst du herausfiltern, denn sie gehören in die Voranmeldung und nicht in die OSS-Meldung.

Ohne Stripe Tax hast du keinen Steuerexport. Dann ist der Saldobericht mit card_country und customer_address_country die Grundlage für die Aufteilung nach Land, und den Steuersatz bestimmst du selbst.

Was die Stripe-Berichte nicht liefern

Die Berichte enthalten keine Kontierung, keine DATEV-Steuerschlüssel und keine Rechnungen. Die Gebührenrechnung liegt nicht im Bericht, sondern als PDF unter Einstellungen, Dokumente; laut Stripe ist sie ausdrücklich keine E-Rechnung. Wer Stripe Billing nicht nutzt, hat zu den Zahlungen auch keine Rechnungen an Kunden. Welche Apps und Dienste die Berichte in einen DATEV-Stapel verwandeln, vergleicht der Guide Stripe und DATEV verbinden.

Automatisch mit Meridian

Meridian liest dieselben Guthabenbewegungen, auf denen die Stripe-Berichte beruhen, direkt über die Schnittstelle und ordnet jede Berichtskategorie einem der Stapel zu: Zahlungen und Gebühren, Auszahlungen, oder übrige Kontobewegungen auf dem Interimskonto. Die Abstimmungsdatei im Paket hat die Spalten Kategorie, Währung, Anzahl, Betrag und Im Stapel, sodass die Kanzlei für jede Kategorie sieht, ob und wo sie gebucht ist.

Den Ortsnachweis nimmt Meridian in dieser Reihenfolge: Land des Zahlungsmittels, Rechnungsanschrift, im Shop angegebenes Land, Land der Kunden-IP. Zur Anbindung: Stripe DATEV Schnittstelle.

Häufige Fragen

Welcher Stripe-Bericht entspricht einem Kontoauszug?

Der Saldobericht. Stripe beschreibt ihn selbst so: Er zeigt Anfangssaldo, alle Bewegungen des Zeitraums und Endsaldo des Stripe-Guthabens.

Warum fehlt bei mir der Bericht zur Auszahlungsabstimmung?

Er ist laut Stripe nur verfügbar, wenn automatische Auszahlungen aktiviert sind. Bei manuellen Auszahlungen ordnest du die Bewegungen selbst zu, etwa über den Saldobericht.

Wo sehe ich das Kartenland in Stripe-Berichten?

In der optionalen Spalte card_country, die du beim Export zuschaltest. Für Kunden ohne Karte hilft customer_address_country.

Bietet Stripe einen DATEV-Export an?

In den Berichten nicht als eigenes Format. DATEV-Exporte gibt es über Apps im Stripe App Marketplace, über den DATEV Datenservice oder über Dienste wie Meridian.

Quellen

  • Stripe Docs: Saldobericht
  • Stripe Docs: Bericht zur Auszahlungsabstimmung
  • Stripe Docs: Berichtskategorien
  • Stripe Docs: Arten von Guthabenbewegungen
  • Stripe Docs: Steuerberichte von Stripe Tax
  • Stripe Support: Steuerrechnungen für Gebühren ab 1. Juli 2025
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