Google Play hat keinen DATEV-Export, und der DATEV Datenservice für Zahlungsdienstleister nennt Google Play nicht. Gleichzeitig ist ein Google-Play-Monat buchhalterisch übersichtlich: ein Bericht, zwei Erlösgruppen, eine Zahlung. Welcher Weg nach DATEV der richtige ist, hängt daran, wie viele Käufer du außerhalb des EWR hast und wie viele andere Anbieter daneben laufen.
- Google Play bietet keinen Export im DATEV-Format, und der DATEV Datenservice Zahlungsdienstleister deckt Google Play nicht ab (Stand Oktober 2026).
- Grundlage jedes Wegs ist der monatliche Einnahmenbericht aus der Play Console, in der Regel bis zum 5. des Folgemonats verfügbar.
- Verkaufst du fast nur an Käufer im EWR, ist es eine Buchung im Monat, die eine Kanzlei schnell von Hand erfasst.
- Ein EXTF-Stapel lohnt sich, wenn viele Käuferländer außerhalb des EWR, mehrere Apps oder weitere Anbieter zusammenkommen.
Was deine Kanzlei für Google Play braucht
Deine Kanzlei braucht je Monat zwei Zahlen und einen Beleg: den Nettoerlös aus der Leistung an Google Commerce Limited für Käufer im EWR und im Vereinigten Königreich, die eigenen Verkäufe an Käufer im Rest der Welt samt Gebühr und den Einnahmenbericht als Beleg. Dazu kommt die Zahlung um den 15. des Folgemonats auf dem Kontoauszug.
Einzelne Bestellungen braucht sie nicht. Wichtig ist nur, dass die Aufteilung nach Käuferland stimmt, denn sie entscheidet zwischen Kennzahl 21 mit Zusammenfassender Meldung und Kennzahl 45.
| Posten | Quelle | Konto | Meldung |
|---|---|---|---|
| Nettoerlös aus Käufen im EWR und Vereinigten Königreich | Einnahmenbericht, Summe aller Zeilen dieser Länder | 4336 (8336) | Kz 21 und ZM |
| eigene Verkäufe im Rest der Welt, ohne von Google abgeführte Steuer | Einnahmenbericht, Charge und Tax übriger Länder | 4338 (8338) | Kz 45 |
| Gebühr auf eigene Verkäufe | Einnahmenbericht, Google fee übriger Länder | 6855 (4970) | nach Gebührenbeleg |
| Zahlung von Google | Kontoauszug um den 15. des Folgemonats | 1800 (1200) | keine |
Weg 1: von Hand aus dem Einnahmenbericht
Der einfachste Weg: Du lädst den Einnahmenbericht herunter, summierst ihn nach den zwei Gruppen und gibst deiner Kanzlei die Summen mit dem Bericht als Beleg. Die Kanzlei erfasst zwei oder drei Buchungen und bucht die Zahlung aus dem Kontoauszug.
Das funktioniert gut, solange es wenige Käufer außerhalb des EWR gibt. Mühsam wird es, wenn du je Monat Dutzende Länder hast und die Gebühren auf diese Verkäufe getrennt brauchst, oder wenn Korrekturdateien dazukommen.
Weg 2: CSV in einen Buchungsstapel umbauen
Wer selbst einen DATEV-Stapel bauen will, nimmt die CSV aus dem Einnahmenbericht, wandelt sie gegebenenfalls von UTF-16 nach UTF-8, ordnet jedem Käuferland seine Gruppe zu und summiert nach Transaktionsart. Danach braucht jede Zeile Konto, Gegenkonto, Datum, Belegfeld und Betrag im EXTF-Format samt Kopfzeile.
Das geht mit einer Tabellenkalkulation und etwas Geduld. Die Länderliste, in der Google Merchant of Record ist, musst du dabei selbst pflegen; sie steht in der Play-Console-Hilfe. Achte außerdem auf zwei Stolperstellen: Die Transaktionsdaten stehen in Pacific Time, und Korrekturen kommen als zusätzliche Datei zum selben Monat, die du nicht übersehen darfst.
Weg 3: DATEV Datenservice Zahlungsdienstleister
Der DATEV Datenservice Zahlungsdienstleister ist für Google Play keine Option. DATEV beschreibt ihn als Erweiterung der bisherigen Schnittstellen zu PayPal und Amazon um Amazon Pay, eBay, Klarna, Mollie, Shopify und Stripe, ab 10 € im Monat. Auf der Einrichtungsseite stehen Amazon Pay, eBay, Mollie, Shopify und Stripe. Google Play kommt auf keiner der beiden Seiten vor (Stand Oktober 2026).
Das ist auch inhaltlich naheliegend: Ein Datenservice für Zahlungsdienstleister bildet Zahlungsflüsse ab. Bei Google Play ist in der EU aber Google der Verkäufer, und die eigentliche Arbeit ist die Trennung nach Merchant of Record, nicht der Zahlungsfluss.
Weg 4: per Dienstkonto mit Meridian
Meridian liest die Einnahmenberichte über ein Google-Cloud-Dienstkonto, dem du in der Play Console nur „Finanzdaten ansehen“ erteilst, direkt aus dem Berichts-Bucket. Daraus entstehen je Monat ein Verkauf an Google Commerce Limited mit Reverse Charge und eigene, nicht steuerbare Verkäufe je Käuferland, als EXTF-Erlösstapel mit Abstimmungsdatei und Liesmich-Datei für die Kanzlei.
Was Meridian bewusst nicht macht: eine eigene Rechnung ausstellen, Fremdwährungen mit einem selbst gewählten Kurs umrechnen oder im Standard die Zahlung buchen. Euro-Beträge gibt es, wenn dein Auszahlungskonto in Euro geführt wird; die Zahlung bucht deine Kanzlei aus dem Kontoauszug.
Die Wege im Vergleich
Die Tabelle fasst zusammen, was jeder Weg für Google Play leistet (Stand Oktober 2026).
| Weg | Kosten | Trennung nach Merchant of Record | Korrekturdateien | Aufwand je Monat |
|---|---|---|---|---|
| Von Hand aus dem Einnahmenbericht | Kanzleizeit | manuell | manuell | gering bei wenigen Ländern |
| CSV zu EXTF selbst umbauen | keine Lizenz | eigene Länderliste pflegen | manuell | mittel bis hoch |
| DATEV Datenservice Zahlungsdienstleister | nicht verfügbar | entfällt | entfällt | entfällt |
| Meridian per Dienstkonto | 99,99 € netto im Monat, alle Anbieter | automatisch nach Käuferland | eigene Zeile am Erstellungstag | Export und Import |
Wann sich ein Tool nicht lohnt
Verkaufst du fast ausschließlich an Käufer im EWR, ist dein Google-Play-Monat eine einzige Erlösbuchung plus Zahlungseingang. Das erfasst eine Kanzlei in zwei Minuten, dafür braucht es kein Tool.
Ein Stapel lohnt sich, wenn viele Länder außerhalb des EWR dazukommen, wenn du mehrere Apps oder Entwicklerkonten hast oder wenn neben Google Play weitere Anbieter wie der App Store oder Stripe laufen. Meridian kostet 99,99 € netto im Monat, unabhängig von der Zahl der Anbieter, und lässt sich 14 Tage testen.
Häufige Fragen
Hat Google Play einen DATEV-Export?
Nein. Die Play Console liefert Finanzberichte als CSV in ZIP-Dateien, aber kein DATEV-Format. Grundlage für die Buchhaltung ist der Einnahmenbericht.
Deckt der DATEV Datenservice Zahlungsdienstleister Google Play ab?
Nein, Stand Oktober 2026 nennt DATEV PayPal, Amazon, Amazon Pay, eBay, Klarna, Mollie, Shopify und Stripe. Google Play ist nicht dabei.
Welche Berechtigung braucht ein Tool für die Google-Play-Berichte?
Nur Finanzdaten ansehen, für das ganze Entwicklerkonto. Bei Meridian bekommt ein eigenes Dienstkonto ohne Projektrollen genau diese Berechtigung und kann damit nur lesen.
Quellen
Die Anbindung an Google Play läuft in Meridian als Beta. Den Zugang fragst du nach der Anmeldung an, wir schalten ihn für dein Konto frei. Danach bucht Meridian Google Play automatisch in DATEV: 99,99 € netto im Monat, 14 Tage kostenlos.