PayJoe ist eine bekannte Schnittstelle zwischen Zahlungsanbietern und Buchhaltung. Wer nach einer Alternative sucht, hat meist einen von zwei Gründen: Die Kosten steigen mit der Zahl der Zahlungen, oder es fehlt die Erlösseite, weil es keine Warenwirtschaft gibt, aus der die Rechnungen kommen. Diese Seite nennt nur, was auf der öffentlichen Website von PayJoe steht, abgerufen am 31. Oktober 2026, mit Link. Meridian bauen wir selbst, das sagen wir lieber gleich.
- PayJoe liefert Zahlungen als Bankumsätze an DATEV und andere Programme und ergänzt die Rechnungsnummer für den Ausgleich offener Posten. Die Rechnungen selbst kommen aus einer Warenwirtschaft.
- PayJoe kostet laut Preisseite 4,20 € je Zugang im Monat plus 3 bis 5 Cent je exportiertem Datensatz, netto. Meridian kostet 99,99 € netto im Monat, unabhängig von der Menge.
- Meridian baut die Erlösseite aus den Zahlungsdaten selbst: EXTF-Buchungsstapel mit Rechnung nach § 14 UStG, OSS nach Land und Gebühren mit Steuerschlüssel.
- Mit vorhandener Faktura und wenigen Zahlungen bleibt PayJoe günstiger. Ohne Faktura oder bei mehreren tausend Zahlungen im Monat passt Meridian besser.
Was PayJoe macht
PayJoe beschreibt sich selbst als Schnittstelle und nicht als Buchhaltungsprogramm. Es holt Zahlungen, Erstattungen, Gebühren und Auszahlungen von Zahlungsanbietern und Marktplätzen ab und gibt sie als Datei im Format DATEV Bankenimport aus, die DATEV wie Umsätze eines Bankkontos einliest, oder als CSV und MT940. Jede Zahlung bekommt die passende Rechnungsnummer, damit die Buchhaltung den offenen Posten automatisch ausgleicht.
Die Rechnungen erzeugt PayJoe nicht. Sie kommen aus einer Warenwirtschaft oder einem Shopsystem wie JTL, Xentral, plentyONE oder Billbee. Das ist ein klares Konzept und für viele Händler genau richtig.
Wo Meridian anders arbeitet
Meridian setzt einen Schritt früher an. Statt Zahlungen einer vorhandenen Rechnung zuzuordnen, entsteht die Buchung aus der Zahlung selbst: Erlöskonto nach Steuersatz und Land, eine Rechnung nach § 14 UStG zu jeder Zahlung, eine Gutschrift bei Erstattung, die Gebühr mit dem Steuerschlüssel des Anbieters und die Auszahlung als Geldtransit. Die Kanzlei bekommt einen fertigen EXTF-Buchungsstapel, in dem jeder Beleg schon an seiner Buchung hängt.
Das passt zu allen, die ohne Shop direkt über Zahlungsanbieter verkaufen: Software und Abos über Stripe, Kurse und digitale Produkte über Mollie oder PayPal, Zahlungslinks und Spenden, Krypto über CoinGate.
| Thema | PayJoe | Meridian |
|---|---|---|
| Ausgabe | DATEV Bankenimport, CSV, MT940 | EXTF-Buchungsstapel und Belegtransfer |
| Erlösseite und Rechnungen | kommen aus der Warenwirtschaft | entstehen aus den Zahlungsdaten, § 14 UStG |
| Ausgleich offener Posten | über die Rechnungsnummer | Rechnung und Zahlung aus einer Hand |
| Preismodell | 4,20 € je Zugang plus 0,03 bis 0,05 € je Datensatz | 99,99 € im Monat, alle Anbieter und Firmen |
| Vergangene Monate | auf der Preisseite nicht gesondert genannt | im Preis enthalten |
| Einrichtung | selbst kostenlos, durch den Support 130 € je Zugang | selbst, ohne Gebühr |
| Test | 20 € Startguthaben | 14 Tage kostenlos |
Was kostet es bei deinem Volumen?
PayJoe zählt exportierte Datensätze. Ein Datensatz ist laut Preisseite eine Zahlung, eine Erstattung, eine Servicegebühr oder eine Auszahlung. Die erreichte Stufe gilt für alle Datensätze des Monats, die Zugangsgebühr fällt je angebundenem Konto an. Die Tabelle rechnet die veröffentlichte Staffel mit einem Zugang durch. Das ist eine Größenordnung, kein Angebot.
| Datensätze im Monat | PayJoe | Meridian |
|---|---|---|
| 500 | 29,20 € | 99,99 € |
| 1.000 | 54,20 € | 99,99 € |
| 2.500 | 129,20 € | 99,99 € |
| 5.000 | 204,20 € | 99,99 € |
| 10.000 | 304,20 € | 99,99 € |
Bis rund 1.900 Datensätze im Monat und einem Zugang ist PayJoe günstiger. Darüber steigt der Preis mit der Menge, Meridian bleibt gleich.
Wann PayJoe die bessere Wahl bleibt
Wenn deine Rechnungen schon aus einer Warenwirtschaft wie JTL, Xentral, plentyONE oder Billbee kommen und dir nur der Abgleich der Zahlungen fehlt, ist PayJoe bei kleinem Volumen günstiger und genau dafür gebaut. Auch wer nicht mit DATEV arbeitet, sondern mit Lexware Office oder sevdesk, ist bei PayJoe richtig, denn Meridian liefert nur DATEV-Buchungsstapel.
Wann sich Meridian lohnt
Meridian lohnt sich, wenn es keine Faktura gibt, aus der die Rechnungen kommen, wenn deine Kanzlei mit DATEV arbeitet und einen fertigen Stapel statt Bankumsätzen will, oder wenn du so viele Zahlungen hast, dass ein Preis pro Datensatz weh tut. Welche Anbieter angebunden sind, steht unter Integrationen. Ausprobieren kannst du es 14 Tage kostenlos.
Wechseln, ohne doppelt zu buchen
Ein Wechsel braucht einen klaren Stichtag. Bis zum Monatsende liefert das alte Tool, ab dem ersten Tag des Folgemonats Meridian. Für denselben Zahlungsanbieter sollten nie zwei Systeme gleichzeitig buchen, sonst entstehen Doppelbuchungen. Am einfachsten ist es, den Stichtag mit der Kanzlei abzustimmen und den ersten Stapel gemeinsam anzusehen.
Häufige Fragen
Was kostet PayJoe im Monat?
Laut Preisseite 4,20 € netto je Zugang im Monat und je exportiertem Datensatz 0,05 € bis 3.000 Datensätze, 0,04 € bis 6.000 und 0,03 € darüber. Zum Start gibt es 20 € Guthaben.
Erstellt PayJoe Rechnungen?
Nein. PayJoe ordnet Zahlungen vorhandenen Rechnungen zu, die aus einer Warenwirtschaft oder einem Shop kommen. Meridian erstellt zu jeder Zahlung eine Rechnung nach § 14 UStG.
Kann ich PayJoe und Meridian zusammen nutzen?
Für verschiedene Zahlungsanbieter ja, für denselben nicht. Sinnvoll ist eine klare Trennung mit eigenem Verrechnungskonto je Weg.
Quellen
Meridian erledigt all das automatisch, direkt aus Mollie, Stripe, PayPal und CoinGate: 99,99 € netto im Monat, unbegrenzte Accounts, 14 Tage kostenlos.