Apple liefert keinen DATEV-Export, und der DATEV Datenservice für Zahlungsdienstleister kennt den App Store nicht. Zum Glück ist die App-Store-Buchhaltung strukturell einfach: wenige Berichte im Monat, keine Gebühren, keine Einzelzahlungen. Welcher Weg nach DATEV der richtige ist, hängt vor allem an zwei Dingen: wie viele Apple-Regionen du hast und wie viel davon nicht in Euro abgerechnet wird.
- Der DATEV Datenservice Zahlungsdienstleister nennt Amazon Pay, eBay, Klarna, Mollie, Shopify, Stripe sowie PayPal und Amazon, aber nicht den App Store (Stand Oktober 2026).
- Grundlage jedes Weges ist der Financial Report je Apple-Geschäftsmonat aus App Store Connect, nicht Sales and Trends.
- Je Geschäftsmonat entstehen wenige Buchungen: eine je Apple-Gesellschaft und Währung, dazu der Zahlungseingang mit Kursdifferenz.
- Ein automatischer Stapel lohnt sich vor allem, wenn du viele Regionen hast und die Zuordnung zu Kennzahl 21 und 45 nicht jeden Monat von Hand passieren soll.
Was die Kanzlei für den App Store braucht
Die Kanzlei braucht je Apple-Geschäftsmonat den Finanzbericht, die Zahlungsübersicht aus Payments und den Zahlungseingang auf dem Bankkonto. Daraus bucht sie je Apple-Gesellschaft einen Erlös, Apple Distribution International auf 4336 (SKR03: 8336) mit Kennzahl 21 und Zusammenfassender Meldung, die übrigen Gesellschaften auf 4338 (SKR03: 8338) mit Kennzahl 45.
Einzelne Käufe braucht sie nicht, Gebühren auch nicht. Apple zieht die Provision vorher ab, und Erstattungen sind im Bericht schon verrechnet.
Weg 1: Die Kanzlei bucht aus dem Bericht
Bei wenigen Regionen ist der direkte Weg der schnellste. Du lädst je Geschäftsmonat den Single File Bericht und die Zahlungsübersicht als PDF oder Datei in DATEV Unternehmen online hoch, und die Kanzlei bucht daraus zwei oder drei Zeilen. Bei einem Entwickler, der fast nur in der Euro-Zone verkauft, ist das eine Buchung im Monat.
Schwierig wird es mit vielen Regionen. Dann muss jemand jeden Monat die Summen je Gesellschaft bilden, Dollarbeträge den richtigen Gesellschaften zuordnen und die Summenzeilen am Ende der Datei ignorieren.
Weg 2: Bericht in einer Tabelle zu EXTF umbauen
Der Finanzbericht ist eine tabulatorgetrennte Textdatei. Wer ihn in eine Tabellenkalkulation lädt, kann Extended Partner Share je Währung summieren, Konten zuordnen und daraus einen DATEV-Buchungsstapel im EXTF-Format bauen, mit Kopfzeile, Beraternummer und Mandantennummer. Das ist kostenlos und gut für Entwickler, die gern selbst rechnen.
Der Haken ist die Wiederholung. Jeder Monat ist dieselbe Handarbeit, und kleine Fehler, etwa eine mitsummierte Länderübersicht, fallen erst beim Abgleich mit der Zahlung auf.
Weg 3: DATEV Datenservice Zahlungsdienstleister
Für den App Store gibt es diesen Weg nicht. DATEV beschreibt den Datenservice als Erweiterung der Schnittstellen zu PayPal und Amazon um Amazon Pay, eBay, Klarna, Mollie, Shopify und Stripe, auf der Einrichtungsseite stehen Amazon Pay, eBay, Mollie, Shopify und Stripe. Der App Store fehlt in beiden Listen (Stand Oktober 2026).
Das ist auch inhaltlich nachvollziehbar: Ein Datenservice für Zahlungsdienstleister liefert Zahlungsströme. Bei Apple gibt es keine Zahlungsströme deiner Kunden, sondern eine Abrechnung je Gesellschaft.
Weg 4: per API mit Meridian
Meridian verbindet sich über einen Team-Schlüssel der App Store Connect API mit der Rolle Finance, die Berichte lesen, aber keine Apps oder Preise ändern kann. Dafür brauchst du Issuer ID, Schlüssel-ID, den Inhalt der .p8-Datei, die Apple nur einmal anbietet, und die Vendor Number. Meridian lädt je Geschäftsmonat den konsolidierten Finanzbericht und bucht je Apple-Gesellschaft und Währung einen Erlös, Apple Distribution International auf 4336, die übrigen Gesellschaften auf 4338.
Im Standard enthält der Stapel nur die Erlöse; den Zahlungseingang bucht die Kanzlei aus dem Bankkonto. Berichtsteile in anderen Währungen als Euro bucht Meridian nicht, weil Apple den Euro-Betrag erst mit der Zahlung nennt, und weist sie in der Zusammenfassung aus. Eine eigene Rechnung an Apple stellt Meridian nicht aus.
Die Wege im Vergleich
Die Tabelle fasst zusammen, was jeder Weg für App-Store-Erlöse leistet (Stand Oktober 2026).
| Weg | Kosten | Zuordnung Kz 21 und 45 | Fremdwährung | Aufwand je Monat |
|---|---|---|---|---|
| Kanzlei bucht aus dem Bericht | Kanzleizeit | Kanzlei, manuell | Kanzlei, aus der Zahlung | gering bei einer Region |
| Tabelle zu EXTF | keine Lizenz | manuell | manuell | mittel |
| DATEV Datenservice Zahlungsdienstleister | nicht verfügbar | entfällt | entfällt | entfällt |
| Meridian per API | 99,99 € netto im Monat, alle Anbieter | automatisch nach Apple-Gesellschaft | nur Euro-Teile gebucht, Rest ausgewiesen | Export und Import |
Woran deine Kanzlei einen brauchbaren App-Store-Stapel erkennt
Egal welcher Weg, ein App-Store-Monat in DATEV ist vollständig, wenn diese Punkte stimmen:
- Je Apple-Gesellschaft und Währung genau eine Erlöszeile, mit dem Ende des Geschäftsmonats als Datum.
- Apple Distribution International auf 4336 (SKR03: 8336), alle übrigen Gesellschaften auf 4338 (SKR03: 8338), keine Zeile mit 19 %.
- Keine Gebührenzeile für die Apple-Provision und keine einzelnen Erstattungen, beides steckt schon im Extended Partner Share.
- Im Belegfeld oder Buchungstext ein Verweis auf den Finanzbericht, damit jede Zeile in App Store Connect auffindbar bleibt.
- Nach dem Zahlungseingang ist die Forderung gegen Apple für den Monat ausgeglichen, der Rest steht als Kursdifferenz auf 4840 oder 6880.
Wann sich Meridian für den App Store nicht lohnt
Wenn du nur in der Euro-Zone verkaufst, eine Buchung im Monat hast und sonst keine Zahlungsanbieter nutzt, ist Weg 1 vollkommen ausreichend. Und wenn der größte Teil deiner Erlöse in Dollar oder anderen Währungen läuft, nimmt dir Meridian genau diesen Teil nicht ab, weil es keinen selbst gewählten Kurs ansetzt.
Meridian lohnt sich, wenn neben dem App Store weitere Anbieter wie Stripe, Paddle oder Google Play laufen und alles in einem Stapelformat bei der Kanzlei ankommen soll. Der Preis ist eine Flat von 99,99 € netto im Monat für alle Anbieter und Firmen, 14 Tage zum Testen.
Häufige Fragen
Gibt es eine DATEV-Schnittstelle für den App Store?
Von Apple oder DATEV nicht. Der DATEV Datenservice Zahlungsdienstleister deckt den App Store Stand Oktober 2026 nicht ab. Es bleiben der Finanzbericht als Beleg, ein selbst gebauter EXTF-Stapel oder ein Werkzeug, das die Berichte per API liest.
Welche Rolle braucht ein API-Schlüssel für Finanzberichte?
Die Rolle Finance. Sie darf Finanzberichte herunterladen, aber keine Apps, Preise oder Nutzer ändern. Beim ersten Mal muss der Account Holder den API-Zugang einmal anfordern.
Wie viele Buchungen entstehen im Monat?
Eine je Apple-Gesellschaft und Währung, in der du Erlöse hattest, dazu der Zahlungseingang. Für viele Entwickler sind das zwei bis fünf Zeilen im Monat.
Quellen
Die Anbindung an App Store läuft in Meridian als Beta. Den Zugang fragst du nach der Anmeldung an, wir schalten ihn für dein Konto frei. Danach bucht Meridian App Store automatisch in DATEV: 99,99 € netto im Monat, 14 Tage kostenlos.