Google Play zahlt einmal im Monat aus, und zwar für den Vormonat. Zwischen dem Kauf in deiner App und dem Geld auf deinem Konto liegen deshalb bis zu sechs Wochen, über einen Monatswechsel hinweg. Für die Buchhaltung heißt das: Zum Monatsende steht eine Forderung gegen Google in den Büchern, die mit der Zahlung im Folgemonat ausgeglichen wird.
- Bestellungen, Erstattungen und Rückbuchungen vom 1. bis zum Ende eines Monats zahlt Google um den 15. des Folgemonats aus, nicht an Wochenenden und Bankfeiertagen.
- Die Mindestauszahlung liegt bei 1 US-Dollar für Auszahlungen in Landeswährung und 100 US-Dollar für Dollar-Überweisungen. Deutschland wird in Landeswährung ausgezahlt.
- Ausgezahlt wird in der Währung deines Zahlungsprofils. Google rechnet zum Kurs zum Zeitpunkt der Bestellung um, nicht zum Auszahlungstag.
- Seit 30. Juni 2026 berechnet Google im EWR, im Vereinigten Königreich und in den USA eine Servicegebühr plus 5 % Abrechnungsgebühr statt der alten 15 % und 30 %.
Wann zahlt Google Play aus?
Google zahlt um den 15. des Folgemonats aus. Laut Play-Console-Hilfe werden alle Bestellungen, Erstattungen und Rückbuchungen vom 1. bis zum Ende eines Monats um den 15. des Folgemonats ausgezahlt. An Wochenenden und Bankfeiertagen veranlasst Google keine Überweisungen, dann verschiebt sich der Tag.
Der Einnahmenbericht zum selben Monat ist in der Regel schon bis zum 5. verfügbar. Zwischen Bericht und Geld liegen also etwa zehn Tage, und genau in diesem Fenster kannst du den Betrag vorab prüfen.
| Zeitpunkt | Was passiert | Was du buchst |
|---|---|---|
| 1. bis 31. März | Käufe, Erstattungen, Rückbuchungen | nichts, der Monat läuft |
| 31. März | Monatsende | Erlöse des Monats gegen Forderung Google Play |
| bis etwa 5. April | Einnahmenbericht März erscheint | Beleg für die Erlösbuchung |
| um den 15. April | Auszahlung des März-Betrags | Bank an Forderung Google Play |
Mindestbetrag und Zahlungsweg
Google zahlt aus, sobald dein Guthaben den Mindestbetrag erreicht: 1 US-Dollar bei Auszahlungen in Landeswährung, 100 US-Dollar bei Überweisungen in US-Dollar. Das Bankkonto muss in dem Land geführt werden, das in deinem Zahlungsprofil steht.
Deutschland, Österreich und die Schweiz stehen nicht auf Googles Liste für Dollar-Überweisungen, ein deutscher Entwickler wird also per Überweisung in Landeswährung ausgezahlt. Für die Buchhaltung ist das angenehm: kein Wechselkurs auf dem Kontoauszug, kein Kursunterschied zwischen Bericht und Bank.
Währung und Umrechnung
Google zahlt in der Währung deines Zahlungsprofils aus; eine andere Währung kannst du nicht wählen. Kaufen Kunden in anderen Währungen, rechnet Google laut Hilfe zum Kurs zum Zeitpunkt der Bestellung um. Im Einnahmenbericht stehen deshalb je Zeile Käuferwährung, Betrag in Käuferwährung, Umrechnungskurs und Betrag in deiner Auszahlungswährung.
Für die Buchhaltung zählt nur der Betrag in deiner Auszahlungswährung. Weil die Umrechnung schon bei der Bestellung passiert, entsteht bei einem Euro-Zahlungsprofil zwischen Bericht und Bankeingang kein Kursunterschied. Ein Abstand zwischen beiden hat also andere Gründe, siehe unten.
Servicegebühren seit 30. Juni 2026
Seit 30. Juni 2026 trennt Google im EWR, im Vereinigten Königreich und in den USA die Servicegebühr von einer Abrechnungsgebühr von 5 %. Die Abrechnungsgebühr fällt an, wenn ein Nutzer über Google Play Billing kauft oder eine kostenpflichtige App erstmals erwirbt. Der Satz der Servicegebühr hängt davon ab, ob ein Kauf von einer neuen oder einer bestehenden Installation kommt.
- Für Australien und Japan gilt dieselbe Systematik seit 30. September 2026.
- In allen übrigen Märkten gilt bis zur weltweiten Umstellung weiter: 15 % auf die erste Million US-Dollar Umsatz im Jahr, 30 % darüber, und 15 % auf Abos mit automatischer Verlängerung.
- Im Einnahmenbericht stehen Gebührensatz und Grund je Zeile in den Spalten Service Fee % und Fee Description.
| Fall | Abos mit automatischer Verlängerung | Übrige Käufe, neue Installationen | Übrige Käufe, bestehende Installationen |
|---|---|---|---|
| Erste 1 Mio. US-Dollar Jahreseinnahmen | 10 % + 5 % | 10 % + 5 % | 10 % + 5 % |
| Standard | 10 % + 5 % | 20 % + 5 % | 25 % + 5 %, bei externen Weblinks 20 % |
| Programme Play Games Level Up und Apps Experience | 10 % + 5 % | 15 % + 5 % | 20 % + 5 %, bei externen Weblinks 15 % |
Was zwischen Bericht und Kontoauszug liegen kann
Der Bankeingang entspricht im Normalfall genau der Summe des Einnahmenberichts. Weicht er ab, kommen laut Vertrag und Hilfe vor allem diese Gründe in Frage:
- Erstattungen: Google darf sie nach Abschnitt 3.8 des DDA von den Zahlungen an dich abziehen. Sie stehen als Charge refund im Bericht.
- Rückbuchungen: Sie erscheinen mit dem Kaufpreis abzüglich der Servicegebühr erst im Bericht des Folgemonats.
- Quellensteuern: Nach Abschnitt 3.6 des DDA zieht Google einbehaltene Quellensteuern vom Auszahlungsbetrag ab. Dafür verlangt Google ein Steuerformular W-9 oder W-8. Ob und wie eine einbehaltene Steuer anrechenbar ist, klärst du mit deiner Kanzlei.
- Korrekturdateien: Passt Google einen Monat an, kommt eine zusätzliche Einnahmendatei mit nur den angepassten Transaktionen.
Checkliste für den Monatsabschluss
So stimmst du einen Google-Play-Monat in fünf Schritten ab:
- Einnahmenbericht des Monats herunterladen, sobald er um den 5. erscheint.
- Summe aller Zeilen in Auszahlungswährung bilden. Das ist der Betrag, den Google schuldet.
- Die Summe in die zwei Erlösgruppen aufteilen: Leistung an Google Commerce Limited und eigene Verkäufe außerhalb des EWR samt Gebühr.
- Um den 15. des Folgemonats den Bankeingang gegen die Forderung buchen. Die Forderung sollte danach null sein.
- Bleibt ein Rest, die Gründe aus dem Abschnitt oben prüfen und eventuelle Korrekturdateien suchen.
Automatisch mit Meridian
Google Play ist in Meridian noch Beta: Den Zugang fragst du nach der Anmeldung an, wir schalten ihn für dein Konto frei. Direkt verbinden kannst du heute Mollie, Stripe, PayPal und CoinGate.
Meridian bucht für Google Play im Standard die Erlösseite: je Monat den Verkauf an Google Commerce Limited und die eigenen Verkäufe je Käuferland, datiert auf das Monatsende, mit dem Einnahmenbericht als Beleg. Die Zahlung um den 15. bucht deine Kanzlei aus dem Kontoauszug gegen dieselbe Forderung. Korrekturdateien bucht Meridian als eigene Zeile am Tag ihrer Erstellung, sodass ein bereits gemeldeter Monat unverändert bleibt. Mehr auf der Seite Google Play DATEV Schnittstelle.
Häufige Fragen
Wann zahlt Google Play aus?
Um den 15. des Folgemonats für alle Bestellungen, Erstattungen und Rückbuchungen des Vormonats. An Wochenenden und Bankfeiertagen veranlasst Google keine Überweisung.
Was ist die Mindestauszahlung bei Google Play?
1 US-Dollar bei Auszahlungen in Landeswährung und 100 US-Dollar bei Überweisungen in US-Dollar. Deutsche Entwickler werden in Landeswährung ausgezahlt.
Zu welchem Kurs rechnet Google Play um?
Zum Kurs zum Zeitpunkt der Bestellung. Der Betrag in deiner Auszahlungswährung steht deshalb schon im Einnahmenbericht, und zwischen Bericht und Bankeingang entsteht bei einem Euro-Konto kein Kursunterschied.
Wie hoch ist die Google-Play-Gebühr seit Juni 2026?
Im EWR, im Vereinigten Königreich und in den USA gilt seit 30. Juni 2026 eine Servicegebühr plus 5 % Abrechnungsgebühr, auf die erste Million US-Dollar und auf Abos 10 % + 5 %. In anderen Märkten gelten bis zur Umstellung weiter 15 % und 30 %.
Quellen
- Play-Console-Hilfe, Auszahlungstermine und Mindestbeträge
- Play-Console-Hilfe, Auszahlungswährung und Umrechnung
- Play-Console-Hilfe, Bankkonto und Land des Zahlungsprofils
- Play-Console-Hilfe, Überweisungen in US-Dollar
- Play-Console-Hilfe, Servicegebühren
- Android Developers Blog, neue Abrechnungsgebühr ab 30. Juni 2026
- Google Play Developer Distribution Agreement, Abschnitte 3.6 und 3.8
- Play-Console-Hilfe, Einnahmenbericht
Die Anbindung an Google Play läuft in Meridian als Beta. Den Zugang fragst du nach der Anmeldung an, wir schalten ihn für dein Konto frei. Danach bucht Meridian Google Play automatisch in DATEV: 99,99 € netto im Monat, 14 Tage kostenlos.